Mittwoch, 19. September 2007

Point it out! - Langes Wochenende in Japan

Point it out! Oder auch drauf zeigen

Wie schon erwähnt sind die Japaner sehr sicherheitsbewusst. Zumindest bei meiner Firma heißt es da „Gefahren aufzeigen“. Jeden morgen werden unterschiedliche Gefahren genannt, auf die aufgepasst werden müssen. Auf die wird gezeigt und „yoshi“ (gut) gerufen. Werden die Gleise auf dem Werksgelände überquert wird nach rechts und links gezeigt, als Zeichen dass aufgepasst wird. Dabei gibt es zusätzlich zu den Schnittgeschwindigkeit fahrenden Zügen Warnlichter an den Übergängen (im Werksgelände!) und extra Wachpersonal vor Zügen. Also hier wird mir bestimmt nix passieren!
Als ich neulich mit dem Zug unterwegs war fiel mir auf das der Fahrer ständig auf irgendwas zeigte. Genauer betrachtet zeigte er auf Hinweisschilder am Gleis dann auf die entsprechenden Anzeigen im Zug die offenbar mit dem Hinweis etwas zu tun hatte. Ob die JR Fahrer am Abend Muskelkater vom vielen Out-Pointen haben ist mir nicht bekannt. Mir wurde sogar berichtet dass JR Mitarbeiter selbst beim Auto fahren anfangen nach rechts und links zu Zeigen, da sie es so gewöhnt sind.

Wochenend und Sonnenschein.

Und Samba Festival in Hamamatsu und classic Festival in Hamamatsu....
.. und das ca 100m voneinander entfernt. Während beim classic Festival überwiegend Japaner sich die Orchester mit ca. 80 jungen Mädchen in Schuluniform anhörten, war es gleich gegenüber ganz International! Noch nie habe ich in Japan so viele Menschen gesehen die nicht Japanisch waren. Auf einmal bin ich gar nicht mehr aufgefallen, so bin ich sogar in portugiesisch angesprochen worden... kein Japaner = Brasilianer 'na klar'.






















Und weil das Festival erst um 14 Uhr los ging aber Moritz am Vormittag auch was machen wollte. Ist er auf die Idee gekommen mit dem Zug zu fahren und wohin??? Naja einfach mal dahin wo der erste Bahnhofsnamen lateinische Buchstaben hat, so dass ich es lesen konnte. AINO hieß der Bahnhof, oder für Fuzzys eher ein Haltepunkt mitten in der Pampa, aber Infrastruktur vom feinsten! 10m breite Fußwege, Busübergangsstellen wo kein Bus hält, Toilettenanlagen ohne Mensch weit und breit und wohnen na ja vielleicht 20 Häuser. Aber dann sah ich es! In ca 1km Entfernung mitten am Ende der Welt ein Riesen Stadion. Wie sich herausstellte auch nur ein paar Schulgruppen da aber 50 000 Plätze wie ich lesen konnte. Ich war an ein Fußball WM 2002 Stadion mitten im nirgendwo geraten – wo jetzt so gut wie nix mehr war außer halt Infrastruktur.








Am freien Montag wurde ich dann eingeladen mit dem neuen Toyota von Mr. Kishta (Firmenmitarbeiter) um seine Heimat dem Hamanako-lake zu fahren. Schiffstour, Tropfsteinhöhle und Aussichtsplattform inbegriffen. Ach und zum Essen eingeladen werden. TOLL da kann man nicht Nein sagen!














P.S. Dieser Bericht wurde während meiner Arbeitszeit erstellt.. hatte grad nix zu tun ;-)




Hier mein Internetcafe

Keine Kommentare: